ABSTIMMUNGSHEFT FÜR DIE VOLKSABSTIMMUNG IM HERBST 2026
DIGITALE ABSTIMMUNG
DIGITAL ABSTIMMEN IST MÖGLICH!
Bei unserer Volksabstimmung gibt es zwei Wege zur Stimmabgabe: Seit dem vergangenen Jahr gibt es zusätzlich zum Brief die Möglichkeit, online abzustimmen. Möglich macht das opn.vote – ein Abstimmungsverfahren, das unsere Schwesterorganisation openPetition über mehrere Jahre selbst entwickelt hat. In diesem Jahr ist es bereits zum zweiten Mal im Einsatz.
Dahinter steckt mehr als ein bequemer Zusatzweg. Online-Werkzeuge für demokratische Mitbestimmung sollten nicht großen Tech-Konzernen gehören und auch nicht allein dem Staat. Sie gehören in die Hände der Bürgerinnen und Bürger. Genau deshalb hat die zivilgesellschaftliche Plattform openPetition das Abstimmungs-Tool gebaut.
WARUM WIR EINEN ZWEITEN WEG ANBIETEN
Je mehr Wege es gibt, desto mehr Menschen können mitmachen. Online kommt niemand mehr zu spät zur Post und niemand muss auf einen Umschlag warten. Und es gibt etwas, das in Zukunft nur digital möglich ist: Nach der Abstimmung soll die eigene Stimme wiedergefunden, alle Stimmen auf Gültigkeit geprüft und das Ergebnis selbst nachgezählt werden können. Man muss einer Wahlleitung nicht bedingungslos glauben, jede Person wird es in Zukunft überprüfen können.
Dazu kommt ein praktischer Grund: Alles, was wir tun, ist spendenfinanziert. Was wir bei Druck und Porto sparen, fließt in die Sache selbst.
IST DAS SICHER?
Das ist die wichtigste Frage und wir nehmen sie ernst. Online-Abstimmungen galten lange als anfällig, weil sie über zentrale Server von Konzernen oder Behörden liefen. Wer dort mitmachte, musste dem Anbieter vertrauen. Genau das wollte unsere Schwesterorganisation nicht.
Denn eine Volksabstimmung ist ein mächtiges demokratisches Instrument. Sie könnte Gesetzeskraft erlangen. Deshalb müssten dieselben strengen Regeln gelten wie bei einer Wahl:
- Die Stimme bleibt geheim.
- Die Auszählung ist für alle überprüfbar.
- Nur Wahlberechtigte stimmen ab und jede Person nur einmal.
IN VIER SCHRITTEN ZUR DIGITALEN ABSTIMMUNG
opn.vote wird so entwickelt, dass all diesen Anforderungen Schritt für Schritt gerecht wird.
- Wahlberechtigung: Das Benutzerkonto bei openPetition wird mit der Ausweisapp oder per Post-PIN verifiziert. So steht hinter jedem Benutzerkonto eine echte, verifizierte Person.
- Sicherheits-Schlüssel: Er entsteht auf dem eigenen Gerät und macht die Stimme anonym.
- Wahlschein: Er öffnet den Zugang zum Stimmzettel und stellt sicher, dass jede Person nur einmal abstimmt.
- Stimmzettel: Mit dem Wahlschein erhält man den eigentlichen Abstimmungszettel, füllt ihn aus und schickt in digital ab.
Die abgegebenen Online-Stimmen werden in einer öffentlichen, dezentralen Datenbank gespeichert (eine sogenannte Blockchain). Man kann sie sich wie ein Kassenbuch vorstellen, in das jede und jeder hineinschauen kann. Einträge lassen sich nicht ändern und nicht löschen. Da keine Stimme mit einer Person verknüpft ist, bleibt das Wahlgeheimnis gewahrt. Keine zentrale Stelle kann eingreifen, auch wir nicht. Der Programmcode ist offen einsehbar, für gemeinnützige Zwecke bleibt die Nutzung dauerhaft kostenlos.
Ein Abgleich der Anmeldungen für die digitale und analoge Abstimmung im ersten Schritt schließt aus, dass jemand auf beiden Wegen teilnimmt.
ERFAHRUNG VON DER LETZTEN ABSTIMMUNG
Bei der Volksabstimmung im Oktober 2025 wurden insgesamt 63.064 Stimmen abgegeben. 50.142 kamen per Brief und 12.922 über opn.vote. Gut jede fünfte Stimme kam also gleich beim ersten Mal aus dem neuen Verfahren. Für eine Premiere kann sich das sehen lassen.
SIE HABEN DIE WAHL
Ob per Brief oder online, das entscheiden Sie. Beide Wege stehen auch bei der nächsten Abstimmung offen und wir bauen beide weiter aus (gerne mit Ihrem Feedback!). Wer den digitalen Weg einmal ausprobieren möchte, kann das Konto bei openPetition schon heute verifizieren lassen. Die Einladung zur nächsten Online-Abstimmung kommt dann automatisch. Machen Sie mit, es ist Ihre Demokratie.
Mehr zum Verfahren: openpetition.de/opn-vote